Vom achten bis zum fünfzehnten September 2019 fand in Potsdam und Berlin eine Wanderwoche des Eifelvereins Frechen statt. Die Aktivitäten erfolgten unter der Führung von Wanderführer Eckhard Scheinpflug:

Sonntagabend
Erster Spaziergang durch den Park Sanssouci zum Krongut Bornstedt .
Montag
Stadtführung in der Innenstadt Potsdam mit holländischem Viertel mit Stadtführer.
Nachmittags Wanderung durch den Sanssouci-Park
Dienstag
Wanderung durch den Neuen Garten, Belvedere auf dem Pfingstberg, russische Siedlung Alexandrovka
Mittwoch:
Fahrt nach Berlin Bhf Zoo, Doppeldecker-Bus Linie 100 an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei bis Alexanderplatz, Hackesche Höfe, Schifffahrt auf der Spree durch das Regierungsviertel, Nikolaiviertel, Unter den Linden.
Donnerstag
Fahrt mit Tram/Bus und Wanderung durch den Park Schloss Babelsberg
Freitag
Schifffahrt nach Wannsee und Wanderung am See; Pfaueninsel; russische Kirche Nikolskoe, Glienicker Brücke.
Samstag zur eigenen Verfügung.

Die Hin- und Rückfahrt war bequem mit der Bahn geplant, doch zurück ließ die DB einfach unseren Wagen ausfallen.

Trotz dieser Panne der DB bleibt diese Wanderwoche in schöner Erinnerung.

Vom Donnerstag, 26. April, bis Sonntag, 27. April, fand das erste Wanderwochenende des Jahres 2019 statt. Nicole Pinnau und Sonja Siept waren die Initiatorinnen und Wander-führerinnen. Sie hatten als Zielregion den Westerwald, rund um den Ort Nistertal, ausgesucht.

Niestertal 03

Diese Auswahl wurde abschließend von den 20 Wanderinnen und Wanderern – trotz typischem April-Wetter – sehr gelobt. Der Hit aus der Jugendzeit der Teilnehmer "Oh, du schöner Westerwald, über deinen Höhen pfeift der Wind so kalt...", der am Samstag Abend beim gemütlichen Zusammensein – zusammen mit anderen Gästen des Hotel-Restaurants – mit Inbrunst gesungen wurde, umschreibt haargenau die Eindrücke, die Stimmung und die Witterung dieser vier Tage.

Vor allem der Samstag, auf der Tour rund um den Dreifelder See bei Alpenroth/Dreifelden hatte es in sich. Zuerst dachten die Wanderinnen und Wanderer mit leichtem Nieselregen davon zu kommen, wie noch am Tag zuvor bei der Wanderung in der Nisteraue. Am frühen Nachmittag aber regnete es richtig heftig. Starker Wind trieb die Nässe praktisch bis auf die Haut. Sonne hatten die Wanderinnen und Wanderer nur am ersten Tag bei der Tour rund um den Ort Nistertal. Dieser erste Tag wurde abgeschlossen mit einer Besichtigung und Verköstigung in der Brennerei Birkenhof – ein einprägsames, weil informatives und gleichzeitig lustiges Ereignis, wie man sich vorstellen kann. Quartier wurde im Hotel "Zur Quelle" in Nistertal bezogen. Das Familienhotel begeisterte die Gäste mit einem abendlichen außerordentlich guten Menü.

Den Abschluss am Sonntag bildete die Tour rund um den Stöffelpark bei Enspel. Diese Wanderung von rund 12 km war das „Schmankerl" der Tour. Ging es doch praktisch 6 km nur bergauf. Ziel war der Aussichtsturm auf dem Stöffel, der eine herrliche Sicht über die Höhen des Westerwaldes bietet. Ein Besuch des Stöffel-Parks lohnt sich allemal.

Die Werksanlagen des Basalt-Steinbruchs sind so gut wie alle zu besichtigen. Hier wurde bis in die 70ger Jahre hinein unter unglaublich harten Bedingungen Pflastersteine und Schotter geschlagen. 1000 Beschäftigte hatte das Werk kurz nach dem Krieg; heute fördern drei Angestellte das Mehrfache an Gesteinsmaterial. Nach dem Krieg galten die Männer, die die Pflastersteine aus dem Basaltbrocken mit Handwerkszeug abspalteten, als die bestverdienenden Mitarbeiter: Der Stundenlohn betrug 1,30 DM, bei den restlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schnitt 10 Pfennig die Stunde. Noch in den 60ger Jahren war das nicht viel anders – heute unvorstellbar, und dabei ist das solange noch gar nicht her.

CS

Eifelverein Ortsgruppe Frechen auf Kulturfahrt in Trier

Am 16. Juni 2018 besuchten über 50 Wanderfreunde des Frechener Eifelvereins die älteste deutsche, von den Römern gegründete Stadt: Trier. Zuerst wurde der Petrisberg angesteuert, ein herrlicher Aussichtpunkt hoch über der Mosel mit Blick auf die gesamte Stadt. Erster Anlaufpunkt in der Stadt war das neue, übermannsgroße Denkmal des wohl bekanntesten Sohnes der Stadt, Karl Marx, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte.

Gleich danach der obligatorische Stopp an der Porta Nigra, die nur deshalb so gut erhalten blieb, weil sehr früh in dem riesigen Stadttor eine Kirche eingebaut wurde. Leider war der Blick auf das historische Monument durch eine Bühne für ein abendliches Open-Air Popkonzert stark beeinträchtigt.

Danach teilten sich die Teilnehmer in drei Gruppen auf. Bei den anschließenden Stadtführungen, die von sachkundigen Vereinsmitgliedern, weil in Trier aufgewachsen, geleitet wurden, waren die nächsten Ziele der imposante Dom und die direkt daneben liegende barocke Liebfrauenkirche und als drittes die imposante Konstantin-Basilika, den ehemaligen Audienzsaal der römischen Kaiser, also auch von Kaiser Konstantin, unter dem der christliche Glaube zur Staatsreligion im Römischen Reich erklärt wurde. Die Basilika wird heute als evangelische Erlöser-Kirche genutzt.

Weitere Ziele auf dem Weg durch die Stadt waren der belebte Kornmarkt und der noch quirligere Hauptmarkt. Nach gut zwei Stunden war die offizielle Führung beendet und alle suchten sich ein gemütliches Plätzchen, um die Städtetour bei Kaffee und Kuchen oder auch mit etwas Herzhafterem ausklingen zu lassen. Die Stimmung unter den Wanderinnen und Wanderern war – nicht zuletzt dank des schönen Wetters – bis zum Schluss hervorragend. Es war ein schöner Tag für die Eifelwanderer aus Frechen.

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Foto: Wolfgang Herrmann

Unser damaliger Wander- und Wegewart Jochen Büchner hat in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Rheinland die Betreuung und Kennzeichnung der Wanderwege rund um den Otto-Maigler-See übernommen.
Diese Aufgabe wird nun durch Hans Peuker wahrgenommen.

Im April 2012 wurden die Wanderwege im Beisein des Landrates der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der langjährige Wegewart Jochen Büchner als zweiter von links.