Vom Donnerstag, 26. April, bis Sonntag, 27. April, fand das erste Wanderwochenende des Jahres 2019 statt. Nicole Pinnau und Sonja Siept waren die Initiatorinnen und Wander-führerinnen. Sie hatten als Zielregion den Westerwald, rund um den Ort Nistertal, ausgesucht.

Niestertal 03

Diese Auswahl wurde abschließend von den 20 Wanderinnen und Wanderern – trotz typischem April-Wetter – sehr gelobt. Der Hit aus der Jugendzeit der Teilnehmer "Oh, du schöner Westerwald, über deinen Höhen pfeift der Wind so kalt...", der am Samstag Abend beim gemütlichen Zusammensein – zusammen mit anderen Gästen des Hotel-Restaurants – mit Inbrunst gesungen wurde, umschreibt haargenau die Eindrücke, die Stimmung und die Witterung dieser vier Tage.

Vor allem der Samstag, auf der Tour rund um den Dreifelder See bei Alpenroth/Dreifelden hatte es in sich. Zuerst dachten die Wanderinnen und Wanderer mit leichtem Nieselregen davon zu kommen, wie noch am Tag zuvor bei der Wanderung in der Nisteraue. Am frühen Nachmittag aber regnete es richtig heftig. Starker Wind trieb die Nässe praktisch bis auf die Haut. Sonne hatten die Wanderinnen und Wanderer nur am ersten Tag bei der Tour rund um den Ort Nistertal. Dieser erste Tag wurde abgeschlossen mit einer Besichtigung und Verköstigung in der Brennerei Birkenhof – ein einprägsames, weil informatives und gleichzeitig lustiges Ereignis, wie man sich vorstellen kann. Quartier wurde im Hotel "Zur Quelle" in Nistertal bezogen. Das Familienhotel begeisterte die Gäste mit einem abendlichen außerordentlich guten Menü.

Den Abschluss am Sonntag bildete die Tour rund um den Stöffelpark bei Enspel. Diese Wanderung von rund 12 km war das „Schmankerl" der Tour. Ging es doch praktisch 6 km nur bergauf. Ziel war der Aussichtsturm auf dem Stöffel, der eine herrliche Sicht über die Höhen des Westerwaldes bietet. Ein Besuch des Stöffel-Parks lohnt sich allemal.

Die Werksanlagen des Basalt-Steinbruchs sind so gut wie alle zu besichtigen. Hier wurde bis in die 70ger Jahre hinein unter unglaublich harten Bedingungen Pflastersteine und Schotter geschlagen. 1000 Beschäftigte hatte das Werk kurz nach dem Krieg; heute fördern drei Angestellte das Mehrfache an Gesteinsmaterial. Nach dem Krieg galten die Männer, die die Pflastersteine aus dem Basaltbrocken mit Handwerkszeug abspalteten, als die bestverdienenden Mitarbeiter: Der Stundenlohn betrug 1,30 DM, bei den restlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schnitt 10 Pfennig die Stunde. Noch in den 60ger Jahren war das nicht viel anders – heute unvorstellbar, und dabei ist das solange noch gar nicht her.

CS